Liebe Touristen, das sollten Sie wissen: In Kroatien gibt es keine Privatstrände
Turistima u Hrvatskoj poručujemo da se mogu kupati na gotovo svim plažama jer privatne plaže, u pravilu, ne postoje. Kako bi ta informacija stigla do što većeg broja ljudi, tekst smo preveli na više stranih jezika.
*Hrvatska verzija članka (ostale verzije su na dnu ovog teksta)
WENN Sie diesen Sommer in Kroatien Urlaub machen und Ihnen jemand sagt, ein Strand sei "privat", gilt grundsätzlich: Öffentliche, natürliche und bewirtschaftete Strände müssen in der Regel für alle unter gleichen Bedingungen zugänglich bleiben. Sie dürfen dort baden, sich sonnen und Ihr Handtuch ausbreiten - auch wenn sich der Strand vor einem Hotel, einem Campingplatz, einer Apartmentanlage oder einer Privatvilla befindet.
Das Meer und jene Küstenflächen, die in Kroatien zum sogenannten "pomorsko dobro", also zum maritimen Gemeingut, gehören, sind kein Privateigentum. Sie sind grundsätzlich für die allgemeine Nutzung bestimmt. Der Eigentümer eines Hauses am Meer besitzt daher nicht automatisch den Strand vor seinem Grundstück. Ebenso wird ein Hotel nicht zum Eigentümer eines Strandes, nur weil dieser direkt vor dem Gebäude liegt.
Schilder mit Aufschriften wie "Private Beach", "Reserved for Guests" oder "No Entry" bedeuten nicht automatisch, dass Ihnen der Zutritt rechtmäßig verweigert werden darf. Gehört ein öffentlicher, natürlicher oder bewirtschafteter Strand zum maritimen Gemeingut, dürfen Sie ihn grundsätzlich betreten und entsprechend seiner Bestimmung nutzen.
Hotels, Restaurants, Konzessionäre und andere Anbieter dürfen Geld für Liegen, Sonnenschirme, Getränke, Speisen oder sonstige Dienstleistungen verlangen. Für den bloßen Zugang zum Strand oder zum Meer dürfen sie jedoch grundsätzlich kein Eintrittsgeld verlangen.
Mit anderen Worten: Sie müssen weder eine Liege mieten noch ein Getränk bestellen oder Gast eines Hotels sein, um dort zu baden. Sie dürfen Ihr eigenes Handtuch, Essen, Getränke und eine Kühlbox mitbringen, sofern keine besonderen Sicherheits-, Hygiene- oder Nutzungsvorschriften entgegenstehen.
Einschränkung oder Verbot des Zugangs zur Küste
Es gibt natürlich Gründe, aus denen der Zugang zur Küste eingeschränkt und manchmal sogar vollständig verboten werden kann und muss. Sie können nicht in einen Militärhafen, eine Werft oder einen anderen Hafen mit besonderer Zweckbestimmung gelangen.
Auch in öffentlich zugänglichen Bereichen eines Hafens können besondere Regeln gelten. Bestimmte Flächen dürfen möglicherweise betreten werden, während Baden, Sonnen oder der Aufenthalt außerhalb der vorgesehenen Wege untersagt sein können.
Nach dem kroatischen Gesetz von 2023 müssen öffentliche, natürliche und bewirtschaftete Strände grundsätzlich für alle unter gleichen Bedingungen zugänglich bleiben. Sie dürfen nicht eingezäunt, der allgemeinen Nutzung entzogen oder mit einer Eintrittsgebühr belegt werden.
Eine Konzession kann zwar die wirtschaftliche Nutzung eines bestimmten Strandbereichs erlauben. Sie gibt dem Konzessionär jedoch nicht das Recht, den gesamten Strand in einen Privatbereich, einen ausschließlich Hotelgästen vorbehaltenen Abschnitt oder eine Fläche nur für eingeladene Personen umzuwandeln.
Das Gesetz sieht zwei ausdrücklich geregelte Ausnahmen vor. Die erste betrifft Strände für Patienten öffentlicher Gesundheitseinrichtungen, die sich dort zur Behandlung oder Rehabilitation aufhalten. Die zweite betrifft FKK-Strände beziehungsweise, wie es im Gesetz heißt, Strände, deren Nutzer "Naturisten-Touristen" sind. Solche Strände können von der allgemeinen Nutzung ausgeschlossen werden.
Alle anderen Strände müssen frei zugänglich sein
Alle anderen öffentlichen, natürlichen und bewirtschafteten Strände in diesem Land stehen Ihnen grundsätzlich offen - jene vor Hotels, jene vor Campingplätzen und jene vor Privathäusern.
Niemand darf Ihnen den Weg versperren und rufen: "Das gehört mir!", "Das ist unser Familienbesitz!" oder "Wir haben diesen Steg gebaut!" Das Gesetz erkennt solche Argumente nicht an, selbst wenn jemand immer wieder behauptet, "das sei schon immer so gewesen", und sich dabei bis auf Justinian beruft.
Sie dürfen einen solchen Strand betreten, Ihr Handtuch ausbreiten, baden und sich sonnen. Dabei müssen Sie selbstverständlich örtliche Vorschriften, Sicherheitsregeln, gekennzeichnete Badezonen und die Rechte anderer Strandbesucher beachten.
Auch Sie dürfen einen Platz nicht dauerhaft besetzen. Ein Handtuch oder andere Gegenstände über Nacht liegen zu lassen, um eine Stelle für den nächsten Morgen zu "reservieren", ist nicht zulässig.
Genehmigungen für gewerbliche Tätigkeiten geben kein Recht, den Strand zu besetzen
Was gilt für Anbieter, die am Strand Eis verkaufen oder Liegen, Sonnenschirme, Tretboote und anderes Sommerzubehör vermieten?
Sie haben eine Genehmigung oder Konzession für eine bestimmte gewerbliche Tätigkeit erhalten - nicht den Strand. Liegen und Sonnenschirme dürfen nur in dem Umfang und auf jenen Flächen aufgestellt werden, die durch die jeweilige Genehmigung, Konzession oder örtliche Regelung vorgesehen sind.
Sie dürfen nicht um sechs Uhr morgens leere Liegen über den gesamten Strand verteilen, Sonnenschirme in jede freie Ecke stecken und den Strand auf diese Weise "reservieren". Solche leeren Liegen können Sie getrost ignorieren. Wenn Sie deswegen jemand belästigt, vertreibt oder von Ihrem Platz wegschickt, rufen Sie die Polizei oder wenden Sie sich an die kommunale beziehungsweise maritime Ordnungsbehörde.
Ebenso gilt: Wenn jemand am Strand Eis verkauft, kann er nicht verlangen, dass Sie kein eigenes mitbringen. Wenn jemand Getränke verkauft, kann er Ihnen nicht verbieten, eine Kühlbox mitzubringen. Wenn jemand am Meer Speisen verkauft, müssen Sie nicht sein Gast sein, um sich am Strand aufzuhalten.
Der Strand gehört Ihnen genauso wie ihm. Er hat das Recht, seine Waren und Dienstleistungen anzubieten. Sie haben das Recht, nichts zu kaufen.
Dasselbe gilt für jeden, der aufgrund einer Konzession tätig ist. Eine Konzession ist nicht das Recht, den Strand in einen abgeschlossenen Gastronomiebereich zu verwandeln. Sie ist lediglich das Recht, dort eine genau festgelegte Tätigkeit auszuüben.
Mit anderen Worten: Der Konzessionär darf Eis, Getränke und Mittagessen verkaufen. Er darf nicht das Recht verkaufen, sich am Strand aufzuhalten. Sie können Eis und Sandwiches kaufen - oder Ihre eigenen mitbringen.
Zum Schluss
Noch einmal zusammengefasst: Die zum maritimen Gemeingut gehörenden Küstenflächen stehen grundsätzlich allen offen. Sie müssen jedoch über einen öffentlichen Weg oder vom Meer aus rechtmäßig erreichbar sein.
Privates Grundstück hinter dem Strand bleibt privates Grundstück. Das Recht auf Zugang zur Küste bedeutet nicht, dass Sie durch den Hof, Garten oder ein anderes Privatgrundstück gehen dürfen.
Meer und Küste gehören uns allen. Das Grundstück eines anderen nicht.
Genießen Sie die Strände an der Adria. Sie sind für alle frei zugänglich. Und lassen Sie sich von niemandem daran hindern.
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> Dragi turisti, na Hrvaškem ni zasebnih plaž. Kopate se lahko, kjer želite
> Cari turisti, in Croazia non esistono spiagge private
> Kedves turisták, Horvátországban nincsenek magánstrandok. Ott fürödhetnek, ahol csak
> Drodzy turyści, w Chorwacji nie ma prywatnych plaż. Możecie kąpać się, gdzie chcecie
> Milí turisté, v Chorvatsku neexistují soukromé pláže. Koupat se můžete, kde chcete
> Dear tourists, there are no private beaches in Croatia
> Touristes, en Croatie, aucune plage n’est privée: baignez-vous où vous voulez
> Dragi turisti, u Hrvatskoj nema privatnih plaža. Možete se kupati gdje želite
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